Die
Bremer Baumwollbörse.
Der unter dem Namen Bremer Baumwollbörse
bestehende rechtsfähige Verein kraft wirtschaftlicher Verleihung bezweckt
die Wahrung und Förderung der Interessen aller am Handel mit der
Verarbeitung und Veredelung von Baumwolle und Baumwollprodukten sowie sonstigen
Textilfasern und Textilfaserprodukten Beteiligten."
Dies ist der erste Paragraph unserer Satzung. Seit über 130
Jahren vertritt die Bremer Baumwollbörse unter diesem Leitthema ihre
Mitglieder, die aus Deutschland, dem europäischen und überseeischen
Ausland kommen. Unser Sitz ist die Hansestadt Bremen, in der der Baumwollhandel
eine lange Tradition hat.
Die Bremer Baumwollbörse ist eine internationale
Rohstofforganisation, die weltweit im Verbund mit 16 weiteren Baumwollbörsen
für die vertragsgemäße Abwicklung des Baumwollgeschäfts
sorgt. Wir halten deshalb spezielle Kontraktbedingungen vor, in denen die Regeln
für das Geschäft festgelegt sind. Dieses Grundgesetz" für
den Baumwollhandel umfasst beispielsweise eine eigene Gerichtsbarkeit und ein
Instrumentarium zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten der vertragsschließenden
Parteien über die Qualität der gelieferten Ware. Klare neutrale Regeln
sind unverzichtbar für den Handel mit einem Produkt, das in über 80 Ländern
erzeugt wird und das sich ständig sowohl im Preis als auch in der Qualität
ändert. 2006 wurden die Rules der International Cotton Association,
Liverpool, übernommen. Das Ziel ist ein weltweit einheitliches Regulativ.
Unsere Mitgliedschaft aus ca. 30 Ländern rekrutiert sich aus den am Geschäft
mit dem Rohstoff Baumwolle interessierten Kreisen und reicht vom Produzenten über
den Händler bis zum Verarbeiter, also der Spinnerei/-weberei. Auch Ablader,
Banken, Versicherer, Spediteure und Textilmaschinenbauer gehören zu den
Mitgliedsfirmen.
Seit Gründung unserer Organisation im Jahre 1872 hat sich das
Baumwollgeschäft sehr verändert und gerade in den letzten Jahrzehnten
einen grundlegenden Strukturwandel erfahren. Sowohl Baumwollproduktion und
Anbaufläche haben kontinuierlich zugenommen, ebenso die
Baumwollverarbeitung, die sich zu Lasten der Textilindustrie Europas immer mehr
in die Erzeugungsländer verlagert hat. Auch im Zeitalter der Globalisierung
und der veränderten Handelsstrukturen bleibt es eine große
Herausforderung für uns, die Interessen der Baumwollwirtschaft auf
nationaler und internationaler Ebene zu vertreten. Dem stellen wir uns u.a.
durch Bereitstellung von Technik und Know-how für die Baumwollprüfung,
durch internationale Harmonisierung der Handelsregeln sowie
Kooperationen/Zusammenschlüsse mit anderen Organisationen.
Der internationale Handel mit Baumwolle befindet sich gegenwärtig
auf Rekordniveau und ihn in geordneten Bahnen zu halten, ist notwendiger denn
je.
Wir sorgen zusammen mit 16 weiteren Baumwollorganisationen weltweit
im Auftrag unserer Mitglieder für eine vertragsgemäße Abwicklung
des Baumwollgeschäfts. Die Grundlage für unsere Arbeit sind die
Bedingungen der Bremer Baumwollbörse. Sie umfassen den Handel mit
Rohbaumwolle, Baumwollabfällen und Linters sowie in Abfällen aus
Chemiefasern und Fasermischungen und beinhalten u.a eine detaillierte Regelung
der gegenseitigen Kontraktpflichten sowie ein Instrumentarium zur Lösung
von Streitfällen. Bereits 1872 traten auf Initiative von Bremer Kaufleuten
die Bedingungen für den Bremer Baumwollhandel" in Kraft. Die
Bremen Rules sind das Grundgesetz der im In- und Ausland geschlossenen
Baumwollhandelsverträge. Qualitätsarbitrage und eine eigene
Schiedsgerichtsbarkeit spielen als Instrumente zur neutralen Beilegung von
Streitigkeiten eine wichtige Rolle. 2006 wurden die Liverpool Rules der
International Cotton Association, Liverpool, übernommen. Das Ziel sind
weltweit einheitliche Regeln für den Baumwollhandel. |
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