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Kurzinfo Baumwolle
Ein kurzer Rückblick in
die Geschichte der Baumwolle
Textilien aus Baumwolle kleiden
die Menschen schon seit vielen Jahrtausenden. Dies beweisen Reste von
Baumwollkapseln und Baumwolltextilien, die in einer Höhle bei Tehuacán
in Mexico entdeckt und auf die Zeit 5.800 v. Chr. datiert wurden. In der Alten
Welt stammen die ältesten Funde (um 3.000 v. Chr.) an Baumwollgeweben und
Baumwollschnüren aus der Gegend des heutigen Pakistan. Im Indusdelta sollen
sich auch die ersten angelegten Baumwollfelder befunden haben.
Baumwolldaten Biologie
Baumwolle
gehört zur Familie der Malvengewächse. Die Baumwollfaser ist das
Samenhaar der Pflanze Gossypium. Ihre Blüte sieht der bei uns wachsenden
Stockrose (Pappelrose) und dem Rosen-Hibiscus sehr ähnlich. Nach der Blüte
verwandelt sich der im Kelch sitzende Fruchtknoten zu einer eiförmigen
Kapsel, die aufspringt und ihre Samenhaare herausquellen lässt. Eine
Baumwollkapsel enthält rund 30 Samen, an jedem Samen sitzen 2.000 bis 7.000
Samenhaare. Je nach Art, Klima und Kulturmethode erreicht die Baumwollpflanze
eine Höhe von 25 cm bis über 2 m. Sie wird vor allem als strauchhohe,
einjährige Pflanze gezogen. Nur in wenigen Gebieten (Peru und
Nord-Brasilien) wächst Baumwolle noch an mehrjährigen Sträuchern.
Die Zeitspanne von der Aussaat bis zur Reife beträgt zwischen 175 und 225
Tagen. Die Pflanze benötigt bei der Aussaat Feuchtigkeit und im Stadium der
Reife viel Wärme. Die geerntete Baumwolle wird zum Nachreifen und Trocknen
rund 30 Tage gelagert und kommt dann in die Entkörnungsfabriken (Gins), wo
die Fasern von den Samenkörnen getrennt werden. Aus 100 kg Saatbaumwolle
erhält man etwa 35 kg Fasern.
Baumwolleigenschaften
Rohbaumwolle wird nach Farbe, Reinheit, Faserlänge (Stapel), Feinheit,
Festigkeit, Gleichmäßigkeit gehandelt. Manche Sorten sind im Griff
hart und rau, andere dagegen seidig weich. Farblich wird Rohbaumwolle eingestuft
in weiß" (white), leicht gelblich" (creamy), leicht
fleckig"(light spotted), fleckig" (spotted). Es gibt auch
Sorten, die gelbbräunlich erscheinen, sowie farbig gewachsene in Grün-
und Brauntönen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Stapellänge.
Die feinsten und längsten Baumwollfasern haben interessanterweise im Verhältnis
zu ihrem Querschnitt auch die größte Festigkeit, eine Eigenschaft,
die für das Spinnen feinster Baumwollgarne sehr wertvoll ist. Die
Baumwollfaser lässt sich sowohl im trockenen wie im nassen Zustand um 8-10%
dehnen, ihre Nassfestigkeit ist höher ist als die Trockenfestigkeit.
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